Ein Wort vom Parfümeur
Alberto Morillas
Alberto Morillas ist keinen vorgezeichneten Weg gegangen. Autodidakt, geboren in Spanien, war es ein Zeitungsartikel, der ihn 1970 zu Firmenich führte. Er erlernte die Rohstoffe einzeln und baute sich ein solides technisches Fundament auf — nach einem Aufenthalt an der Genfer Kunsthochschule, der eine seltene künstlerische Sensibilität in der Branche formte.
Seine kreative Trilogie lässt sich auf drei Worte reduzieren: Fluidität, Transparenz, Kraft. Eternity für Calvin Klein, Flower von Kenzo, Marc Jacobs Daisy: Düfte, die sich durch die Fähigkeit, den Zeitgeist zu erfassen, ohne je die Substanz zu opfern, in der Geschichte der zeitgenössischen Parfümerie durchgesetzt haben. 2003 erhielt er den François-Coty-Preis, die höchste Auszeichnung der Branche.
Was Morillas auszeichnet, ist sein Verhältnis zur Tabula rasa. Jedes Projekt beginnt von vorn — ein permanentes Hinterfragen, das in einem Beruf, in dem Erfolgsformeln endlos recycelt werden, eine radikale Haltung bleibt.




